Dreh-Kipp-Fenster aushängen: So gelingt der Ausbau Schritt für Schritt

Manchmal braucht ein Fenster einfach etwas Aufmerksamkeit – sei es, weil eine Reparatur, eine gründliche Reinigung oder der komplette Austausch ansteht. Besonders bei Dreh-Kipp-Fenstern stellt sich dabei schnell die Frage: Wie lässt sich der Fensterflügel sicher aushängen? Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie Sie ganz einfach ein Dreh-Kipp-Fenster aushängen und worauf Sie dabei besonders achten sollten.

Wann Sie Ihr Dreh-Kipp-Fenster aushängen sollten

Dreh-Kipp-Fenster vereinen zwei Öffnungsmechanismen in einem Flügel – das macht sie überaus praktisch, stellt aber auch gewisse Anforderungen an den Umgang. Möchten Sie etwa den Flügel austauschen, das Fenster nachjustieren oder eine Sanierung durchführen, ist es hilfreich, das Dreh-Kipp-Fenster zuvor komplett auszuhängen. Auch bei Reinigungsarbeiten oder dem Austausch einzelner Komponenten empfiehlt sich dieser Schritt.

Gerade bei maßgefertigten Fenstern wie denen von Provix-Fenster, die exakt auf Ihre Bausituation abgestimmt sind, lohnt sich ein vorsichtiger und systematischer Umgang. So bleibt die passgenaue Funktion erhalten und Sie haben lange Freude am Fenster.

Vorbereitung: Was Sie vor dem Aushängen beachten sollten

Bevor Sie Ihr Dreh-Kipp-Fenster aushängen, sollten Sie sich mit dem Aufbau des Fensters vertraut machen. Ein typisches Dreh-Kipp-Fenster besteht aus dem Fensterrahmen, dem beweglichen Flügel, der Kippmechanik sowie dem Scheren- und Ecklager.

Für den Ausbau benötigen Sie in der Regel kein Spezialwerkzeug. Ein kleiner Schraubendreher, eventuell ein Inbusschlüssel und etwas Fingerspitzengefühl reichen aus. Ein zweites Paar Hände kann hilfreich sein, insbesondere bei großen und schweren Flügeln. Achten Sie darauf, die Arbeitsfläche rund um das Fenster freizuräumen und gegebenenfalls eine weiche Unterlage bereitzulegen, um den ausgehängten Flügel sicher abzulegen.

Dreh-Kipp-Fenster aushängen in vier Schritten

Anhand der folgenden Schritte können Sie ein Dreh-Kipp-Fenster ganz leicht aus den Angeln heben:

1. Fenster auf Kippstellung bringen

Bringen Sie den Fenstergriff zunächst in die Kippstellung. Bei den meisten Fenstern drehen Sie den Griff also einmal nach oben. In dieser Position greift der obere Beschlag (die Schere), der Flügel liegt nur noch an zwei Punkten im Rahmen: oben an der Schere und unten am Ecklager.

2. Scherenlager entriegeln

Im oberen Bereich des Flügels befindet sich das sogenannte Scherenlager. Dort sehen Sie in der Regel eine kleine Stellschraube – diese lässt sich mit einem Schraubendreher vorsichtig zur Seite drücken oder herausziehen. Achten Sie darauf, die Sicherung behutsam zu lösen, ohne sie zu verbiegen oder zu beschädigen.

3. Flügel aus dem oberen Lager lösen

Wenn die Sicherung gelöst ist, ziehen Sie den Fensterflügel leicht in Ihre Richtung. Die obere Schere löst sich nun vom Lager, der Flügel hängt jetzt nur noch unten am Ecklager.

4. Flügel nach oben anheben und aus dem Ecklager ziehen

Fassen Sie den Fensterflügel mit beiden Händen und heben Sie ihn leicht an – so lässt er sich aus dem unteren Ecklager herausheben. Je nach Fenstergröße kann dieser Schritt etwas Kraft erfordern. Generell ist es ratsam, diesen letzten Schritt zu zweit durchzuführen, da das Gewicht eines Fensters häufig unterschätzt wird.

Tipps für sicheres Arbeiten und erneutes Einsetzen

Wenn Sie ein Dreh-Kipp-Fenster aushängen, sollten Sie stets darauf achten, dass sich der Fensterflügel nicht verkantet. Besonders bei individuell angepassten Fenstern ist die exakte Passform entscheidend – ein Verziehen des Rahmens kann die spätere Funktion beeinträchtigen.

Zum Wiedereinsetzen des Flügels gehen Sie in umgekehrter Reihenfolge vor: Setzen Sie den Flügel zunächst ins Ecklager ein, schwenken Sie ihn vorsichtig in Richtung Rahmen und verbinden Sie ihn anschließend wieder mit dem oberen Scherenlager. Vergessen Sie nicht, die Sicherung korrekt zu befestigen. Wenn Sie sich unsicher sind oder Ihr Fenster besonders groß oder schwer ist, empfiehlt sich abermals die Unterstützung durch eine helfende Hand oder Fachpersonal.

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