Die Maße der Eingangstür spielen eine wichtige Rolle für Optik, Komfort und Sicherheit Ihres Hauses. Doch welche Türgröße ist eigentlich Standard und welche Maße passen am besten zu Ihrem Gebäude? Im Folgenden erfahren Sie, welche gängigen Eingangstür-Maße es gibt und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
Standardmaße für Eingangstüren in Deutschland
In Deutschland gibt es für Eingangstüren Standardmaße, die sich in der Praxis bewährt haben und den Einbau deutlich erleichtern. Diese Normgrößen sorgen für eine gute Alltagstauglichkeit, barrierearmen Zugang und eine große Auswahl an Türmodellen.
Welche Breiten und Höhen gelten als Standard?
Als Standardmaße für Eingangstüren haben sich folgende Breiten und Höhen etabliert:
Breiten: 875 mm, 1.000 mm und 1.100 mm
Höhen: 2.000 mm, 2.100 mm und 2.250 mm
Diese Maße beziehen sich in der Regel auf das Türblatt.
DIN-Normen und übliche Maßklassen
Für Eingangs- bzw. Haustüren in Deutschland orientieren sich die Maße an den DIN-Normen, insbesondere an der DIN 18101, die die Maßklassen für Türöffnungen und Türblätter festlegt. Diese Norm sorgt dafür, dass Türen, Zargen und Beschläge herstellerübergreifend kompatibel sind.
Unterschiede bei Neubau und Altbau
Während im Neubau meist genormte und großzügige Türöffnungen geplant werden, treffen Hausbesitzer im Altbau häufig auf individuelle und von heutigen Standards abweichende Maße. Ein genauer Blick auf diese Unterschiede hilft, die passende Eingangs- oder sogar Nebeneingangstür ohne aufwendige Anpassungen zu finden.
Wann ist eine Sonderanfertigung notwendig?
Eine Sonderanfertigung der Eingangstür ist immer dann notwendig, wenn die vorhandene Türöffnung nicht zu den gängigen DIN-Standardmaßen passt oder besondere Anforderungen erfüllt werden sollen. Das ist zum Beispiel in folgenden Situationen der Fall:
Bei abweichenden Maueröffnungen
Bei abweichenden Maueröffnungen, etwa im Fall von älteren Gebäuden ohne genormte Öffnung ist eine Sonderanfertigung der Eingangstür oft die beste und manchmal einzige Lösung. Wenn Breite, Höhe oder Proportionen nicht den gängigen DIN-Maßen entsprechen, lassen sich Standardtüren – unabhängig davon, ob es sich um eine Eingangs-, Nebeneingangs- oder Balkontür handelt – meist nur mit großem baulichem Aufwand anpassen.
Bei Türen mit Seitenteil oder Oberlicht
Bei Eingangstüren mit Seitenteil oder Oberlicht sind gesonderte Eingangstür-Größen häufig sinnvoll oder notwendig. Solche Konstruktionen überschreiten oft die klassischen DIN-Standardmaße, da zusätzliche Elemente die Gesamtbreite oder -höhe deutlich vergrößern.
Bei barrierefreien Türlösungen
Barrierefreiheit bedeutet, dass Türen für Rollstuhlfahrer, ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität problemlos nutzbar sein müssen. Bei barrierefreien Türlösungen reichen die Standard-Eingangstür-Maße oft nicht aus. Beispielsweise ist eine niedrige Schwelle und damit andere Abmessungen nötig.
Eingangstür mit Seitenteil: Was muss beachtet werden?
Eingangstüren mit Seitenteil verbinden Funktionalität und Ästhetik: Sie lassen mehr Licht ins Haus und schaffen ein offenes, einladendes Entrée. Gleichzeitig erfordern sie jedoch besondere Planung, damit Maße, Stabilität, Sicherheit und Wärmeschutz optimal aufeinander abgestimmt sind.
Typische Kombinationen: Tür plus einem oder zwei Seitenteile
Eingangstüren lassen sich mit ein oder zwei Seitenteilen kombinieren, um mehr Licht ins Haus zu bringen und den Eingangsbereich optisch zu vergrößern. Solche Kombinationen bieten nicht nur ein ansprechendes Erscheinungsbild, sondern erfordern auch besondere Aufmerksamkeit bei Maßen, Stabilität und Sicherheit.
Wie verändert sich die Gesamtbreite?
Die Gesamtbreite einer Eingangstür verändert sich deutlich, wenn Seitenteile hinzugefügt werden, da jedes Seitenteil die Öffnung erweitert. Zum Beispiel:
Tür ohne Seitenteil: Standardbreite meist 875–1.100 mm
Tür + ein Seitenteil: Gesamtbreite erhöht sich typischerweise um 300–500 mm, abhängig von der Seitenteil-Breite
Tür + zwei Seitenteile: Gesamtbreite kann 1.500–2.000 mm oder mehr betragen, je nach Dimension der Seitenteile
Montagehinweise bei großflächigen Elementen
Bei großflächigen Eingangselementen wie Türen mit Seitenteil oder Oberlicht ist die Montage anspruchsvoller als bei Standardtüren. Sie erfordert besondere Sorgfalt, um Stabilität, Dichtigkeit und Sicherheit zu gewährleisten. Achten Sie vor allem auf die Statik bzw. den Untergrund, ein exaktes Aufmaß, eine präzise Ausrichtung, ausreichend Befestigung und eine hohe Dichtigkeit sowie Sicherheit.
Wie misst man eine Eingangstür richtig aus?
Die richtige Vermessung einer Eingangstür ist entscheidend, damit die neue Tür optimal passt und problemlos eingebaut werden kann. Falsche Maße führen oft zu teuren Anpassungen oder Problemen bei Dichtigkeit und Sicherheit. Im Folgenden erfahren Sie, worauf es beim Ausmessen der Türöffnung ankommt.
Breite, Höhe und Laibung korrekt ermitteln
Damit eine Eingangstür perfekt passt, ist ein präzises Aufmaß unerlässlich. Besonders Breite, Höhe und Laibung der Türöffnung müssen genau ermittelt werden, um spätere Einbauprobleme, Undichtigkeiten oder teure Anpassungen zu vermeiden.
Unterscheidung zwischen Rohbaumaß und Bestellmaß
Bei der Auswahl einer Eingangstür ist es entscheidend, den Unterschied zwischen Rohbaumaß und Bestellmaß zu kennen. Während das Rohbaumaß die offene Maueröffnung beschreibt, gibt das Bestellmaß die tatsächlich zu liefernde Türgröße inklusive Zarge und Dichtungen an. Wer beide Maße richtig berücksichtigt, sorgt für einen passgenauen Einbau ohne unnötige Anpassungen.
Tipps für das Ausmessen bei Renovierungen
Bei Renovierungen ist das korrekte Ausmessen der Eingangstür besonders wichtig, da alte Öffnungen oft abweichende Maße oder unregelmäßige Laibungen haben. Nur wer sorgfältig misst, kann sicherstellen, dass die neue Tür passt, dicht ist und sich problemlos einbauen lässt. Befolgen Sie idealerweise diese Tipps:
mehrfach messen
Laibung prüfen
Ungleichmäßigkeiten erkennen
Rohbaumaß ermitteln
Toleranzen einplanen
In vier Schritten zur passenden Eingangstür-Größe
Die Wahl der richtigen Eingangstür hängt maßgeblich von den korrekten Maßen ab. Wer hier sorgfältig vorgeht, spart Zeit, Kosten und vermeidet spätere Probleme beim Einbau. Im Folgenden zeigen wir in vier einfachen Schritten, wie Sie die passende Türgröße ermitteln.
1. Öffnung ausmessen: Breite, Höhe & Wandaufbau prüfen
Bevor Sie eine neue Eingangstür auswählen, ist es entscheidend, die Türöffnung genau auszumessen. Breite, Höhe und der Wandaufbau bestimmen, welche Türgrößen möglich sind und wie die Zarge eingebaut werden kann. Eine präzise Vermessung legt den Grundstein für einen passgenauen Einbau ohne Nacharbeiten.
2. Standardmaße abgleichen oder Maßanfertigung wählen
Nach dem Ausmessen der Türöffnung stellt sich die Frage: Passt eine Standardtür oder ist eine Maßanfertigung nötig? Ein Abgleich zwischen den ermittelten Eingangstür-Maßen mit den gängigen DIN-Standardmaßen hilft, die richtige Entscheidung zu treffen.
3. Seitenteile oder Oberlichter bei Bedarf einplanen
Bei der Planung einer Eingangstür lohnt es sich, Seitenteile oder Oberlichter frühzeitig zu berücksichtigen. Sie erhöhen nicht nur den Lichteinfall und die optische Wirkung des Eingangsbereichs, sondern beeinflussen auch die benötigte Gesamtbreite und Höhe der Türöffnung.
4. Eingangstür online konfigurieren und direkt Preis anzeigen lassen
Maßgefertigte Eingangstüren lassen sich Schritt für Schritt mit dem Provix-Fenster-Online-Konfigurator zusammenstellen und mit Wunschmaßen versehen. Sie sehen sofort den Preis, der auf Sie zukommt, und können den Liefertermin festlegen.
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